|
Das zu den ältesten Warmblutpferderassen Europas zählende Friesenpferd, entstand
im 16. und 17. Jahrhundert durch Einkreuzung spanischer Pferde in die
niederländische Landeszucht.
Zu beginn des 16. Jahrhunderts wurden an fast allen europäischen Höfen die
spanischen Pferde gehalten. Und auch in den Niederlanden frischten die adligen
Herren die Zucht ihrer Kriegsrösser mit spanischem Blut auf. Die entscheidende
Entwicklung vollzog sich dann im 17. Jahrhundert. 1568 bis 1648 brachten
spanische Besatzer viele Hengste in das besetzte Holland, die die einheimische
Zucht nachhaltig beeinflussten.
Alsbald schon stand das Friesenpferd in dem Ruf, als Schulpferd der Reitkunst
besonders geeignet zu sein. In den Adern der Friesen fliest daher dasselbe
altspanische Blut wie bei den Lippizanern und den Kladrubern.
In den folgenden 200 Jahren hatte der Friese seine Blütezeit. Als Schulpferd der
Hohen Schule, als Streitross und später als Karossiepferd war er sehr beliebt.
Dem Engagement
einiger friesischer Bauern, die 1913 den Verein "Het Friese Paard" gründeten,
ist es heute zu verdanken, dass uns "die schwarzen Perlen" bis heute erhalten
blieben. Gerade der strengen Reinzucht, die der Rasse fast zum Verhängnis
geworden ist, verdanken wir viele Eigenschaften, die den Friesen als Freizeit-
und Familienpferd auszeichnen.
|